2005


Thanksgiving-Dinner mit 20-Jahresfeier des Deutsch-Amerikanischen Clubs (Diehls Hotel; 25.11.2005)

Zeichen der deutsch-amerikanischen Freundschaft – voller Erfolg!

v.l.n.r.: 1. Vorsitzender Michael Wolf, DAC-Präsident Ulrich Adomeit, Konsul Scott M. Rauland, Verbandspräsident Michael Schuster, DAC-Vorsitzender und stellvertretender Vorsitzender Heinz Fey

 

Das zwanzigjährige Jubiläum des Koblenzer Deutsch-Amerikanischen Clubs (DAC) mit gemeinsamen Thanksgiving-Dinner der Partnerschaft Koblenz-Austin/Texas im Diehl`s Hotel Koblenz  standen unter dem Zeichen der deutsch-amerikanische Freundschaftspflege, die im Großraum Koblenz, unabhängig der tagespolitischen Ereignisse unverbrüchlichen Bestand hat.
 
Als das ehemalige Stadtratsmitglied Heinz Fey zur Gründungsversammlung aufrief, kamen am 19. August 1985 über 400 Bürger aus Koblenz und Umgebung in den großen Sitzungssaal der Industrie- und Handelskammer. Dem fünfzehnköpfigen Vorstand mit seinen zusätzlichen Adivsoren gehörten auch hier lebende Zivil-Amerikaner und US-Militärrepräsentanten an. Der jeweilige Verbindungsoffizier des V. US-Corps zum III. Korps der BW war im Wechsel Clubpräsident oder Vizepräsident.
 
Fey betonte, dass ein besonderer Schwerpunkt die Zusammenarbeit mit US-Einheiten aus Baumholder, Frankfurt und Montabaur mit dem in der Bundesrepubkik einmaligen Programm „Junge US-Soldaten in deutsche Gastfamilien“ geschaffen wurde. Fast 1200 Wochenendübernachtungen organisierte der Club.  Vom  Kennlernen entwickelten sich dauerhafte Freundschaften und familiäre Bindungen. Durch die Wiedervereinigung Deutschlands und die osteuropäische Öffnung ergaben sich Veränderungen.
Einerseits in den Köpfen der Menschen. Andererseits durch den Abzug  der US-Einheiten. Dadurch wurde das Programm zum Erliegen gebracht. In einer Bildershow stellte der Vorsitzende Fey die Clubgeschichte dar. Der Club war keineswegs nur auf Militärpersonen ausgerichtet, deren Schwerpunkt ergab sich naturgemäß aus dem Mangel an hier lebenden Zivilamerikanern mit Interesse an deutsch-amerikanische Freundschaftspflege Rahmen einer Organisation.
 
Landtagspräsident a.D. Dr. Heinz-Peter Volkert, DAC-Mitglied, referierte über die universelle Bedeutung von Partnerschaften. In seinen Ausführungen wies er auch auf die ehemalige Existenz des Koblenzer Amerikahauses hin. Auch das Wirken des seit 1955 bestehenden Internationalen Frauenclubs Rhein-Mosel, Koblenz-Hahn (IWC) hob er positiv hervor. 
 
Konsul Scott M. Rauland vom US-Generalkonsulat Frankfurt überbrachte die Grüße und guten Wünsche für weiterhin erfolgreiche Arbeit des US-Botschafters William Timken. In seiner Rede gab Konsul Rauland der Hoffnung Ausdruck, dass der Regierungswechsel dazu führen möge die deutsch-amerikanischen Beziehungen, die in den jüngsten Jahren auf eine harte Probe gestellt wurden, wieder zu normalisieren und zu vertiefen. Diese Frage würde sicher, als eine von vielen, gleichermaßen von den Bürgern Deutschlands undAmerika`s gestellt. Er zitierte US-Botschafter Timken, der darauf hinwies, dass die Vereinigten Staaten
von Amerika bereits mit der neu gebildeten deutschen Regierung zusammenarbeiten um weiterhin die bilateralen Beziehungen zu stärken. Die USA würden mit Deutschland lebenswichtige Interessen teilen: Demokratie, Wirtschaftswachstum und den Wohlstand rund um die Welt zu fördern. Die Erfahrung der letzten 50 Jahre habe gezeigt und bewiesen, dass, wenn unsere beiden Nationen zusammen kooperieren, sie zugleich eine kraftvolle Macht zur Bewahrung von Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit bilden würden. Viele Nationen würden auf Deutschland und die USA schauen in Erwartung, dass sie eine führende Rolle bei der Lösung einer Vielzahl von schwierigen Problemen auf dem internationalen Parkett übernehmen. Daran würde gegenwärtig intensiv gearbeitet.
 
Der Präsident des Verbandes der Deutsch-Amerikanischen Clubs, Michael Schuster, betonte in seiner Begrüßungsrede die Wichtigkeit des Fortbestandes der deutsch-amerikanischen Freundschaft. In diesem Zusammenhang wies er auf die jahrzehntelange Verbandsarbeit hin. So haben sich die Mitgliederclubs große Verdienste durch persönliches und gemeinsames Engagement erworben, insbesondere auch durch Mitwirkung bei der Verwirklichung zentraler Verbandszielsetzungen, der bereits im Jahre 1948 gegründet wurde.
 
DAC-Präsident Ulrich Adomeit, der seit 1995 mit der Clubleitung betraut ist, wies auf die Wichtigkeit der deutsch-amerikanischen Jugendarbeit durch den Verband hin, die durch den DAC finanziell unterstützt wird. So wurden auch Studentenaustauschseminare des Verbandes vom DAC organisiert und durchgeführt. Adomeit will sich dafür einsetzen, dass gerade auf diesem Sektor zukünftig ein regionaler Schwerpunkt gelegt werden müsse, ebenso in der Unterstützung der Jugendseminare mit hier lebenden US-Amerikanern.
 
Das anschliessende gemeinsame Thanksgiving-Dinner stand unter der Leitung des Vorsitzenden der Partnerschaft Koblenz-Austin/Texas, Michael Wolf. Beide Vereinigungen haben gemeinsame personelle Wurzeln und führen gemeinsame öffentliche Veranstaltungen durch. In seiner Rede nahm Wolf Rückschau auf den Ursprung des traditionellen Thanksgiving-Day in den USA, den auch die im Ausland weilenden US-Amerikaner feiern. Sein besonderer Gruß galt  teilnehmenden US-Austausch-Studenten der Koblenzer Universität/Hochschulen. Das gute Ergebnis der von ihm initiierten Spendenaktion in Zusammenarbeit mit Oberbürgermeister Dr. Eberhard Schulte-Wissermann für die Betroffenen des Orkansturmes im Bereich der US-Golfküstenregion, war im Rahmen der Partnerschaft mit der texanischen Hauptstadt Austin ein besonders herausragendes Ereignis.